„Staunen veranlasste zuerst – wie noch heute – die Menschen zum Philosophieren.“


Obama:

Der demokratische Kandidat Obama wirbt bis zuletzt um die Stimmen der Wähler: "Zusammen werden wir dieses Land und die Welt verändern".

Drei Tage vor der Präsidentenwahl in den USA hat der demokratische Kandidat Barack Obama leidenschaftlich um die Stimmen der Wähler geworben. "Wenn ihr mir am Dienstag eure Stimme gebt, werden wir nicht nur diese Wahl gewinnen. Zusammen werden wir dieses Land und die Welt verändern", sagte er am Samstag in einer Radioansprache.

Die Wahl falle mitten in die schlimmste Wirtschaftskrise in den USA seit der Großen Depression der 30er Jahre. Die Krise habe die Arbeitsplätze, Immobilienwerte, Renten, Löhne, Gesundheitsfürsorge und Studienkosten erfasst.

"In diesem einen Moment, in dem so viel auf dem Spiel steht, können wir uns keine vier weiteren Jahre dieser müden, alten Philosophie mehr leisten", wonach der Wohlstand eines Tages von den Reichen auch in ärmere Bevölkerungsschichten durchdringe. Diese Theorie habe das ganze Unheil angerichtet, sagte Obama. Er bekräftigte den Vorwurf an seinen Rivalen, den Republikaner John McCain, zu eng mit Amtsinhaber George W. Bush und dessen Politik verbunden zu sein.

Obama schlug wiederholt Steuererleichterungen für Familien vor, sprach sich für ein Ende des Irak-Kriegs aus, für mehr Investitionen in erneuerbare Energien und eine Senkung der Kosten im Gesundheitswesen. "Nichts davon wird einfach", sagte er. "Es wird nicht über Nacht passieren. Ich glaube aber, wir können all dies schaffen, weil ich an Amerika glaube. Zu jedem Zeitpunkt in unserer Geschichte sind wir aufgestanden, um uns unseren Herausforderungen zu stellen. Denn wir haben niemals die fundamentale Wahrheit vergessen, dass wir in Amerika unser Schicksal in die eigene Hand nehmen."

(DiePresse.com)
7.11.08 20:57


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Sophie´s Welt


Die vierzehnjährige Sofie Amundsen (sie wird gegen Ende des Buches fünfzehn) erhält eines Tages einen mysteriösen Brief, in dem sie gefragt wird, wer sie sei. Dadurch angeregt, beginnt sie über sich selbst und ihr Verhältnis zur Welt nachzudenken. Im Laufe der folgenden Wochen bekommt sie regelmäßig neue Briefe mit weiteren Fragen und Denkaufgaben. Es stellt sich heraus, dass ein älterer Mann namens Alberto Knox der Verfasser dieser Briefe ist. Er möchte Sofie auf diese Weise einem Philosophiekurs unterziehen, jeder Brief ist einer wichtigen Epoche der Philosophie oder einem bekannten Denker gewidmet. Sofie beginnt im Verlaufe des Buches, ihren vermeintlich sicheren Platz in der Welt in Frage zu stellen, zumal sich unerklärliche Vorfälle ereignen, die darauf hindeuten, dass Sofies Welt nicht diejenige ist, die sie immer vor Augen hatte. Schließlich erfährt sie, dass sie und ihre Umgebung nur Bestandteil eines Buches sind, das von einem im Libanon stationierten UN-Major namens Albert Knag geschrieben wird. Dieser verfasst das Buch für seine Tochter Hilde und möchte es ihr zum Geburtstag schenken. Sofie beginnt über sich und ihr Leben nachzudenken, von dem sie nun weiß, dass es nicht zwangsläufig real ist. Alberto nimmt bald auch persönlich Kontakt zu ihr auf; von da an finden die Philosophiestunden, deren Inhalt stets einzelne große Denker sind, die chronologisch abgehandelt werden, in seinem Haus statt. Nun mischt sich der Major immer stärker in das Geschehen ein und Alberto beginnt, sich eine Gegenstrategie auszudenken, mit der er und Sofie ihrerseits den Major überlisten wollen. Am Tag der Feier zu ihrem 15. Geburtstag gelingt den beiden scheinbar die Flucht aus der Geschichte, wie weit jedoch, d. h., ob sie ihrem Dasein als fiktive Personen wirklich entkommen, lässt das Buch offen.
7.11.08 21:32


Der Frankfurter Philosoph Jürgen Werner über die wahren Hintergründe der Finanzkrise.

Es ist nicht lange her, da warb eine deutsche Großbank um Kunden mit dem schönsten aller Versprechen: „Leben Sie. Wir kümmern uns um die Details.“ Ein Satz wie eine körperwarme Badewanne, der Inbegriff kindlicher Sorglosigkeit. Er nimmt auf, dass es beim Geld stets um mehr geht als nur ums Geld. Und er überführt dessen sinnbildliche Bedeutung, die auf Sehnsüchte oder Befürchtungen verweist, in eine verlockende Perspektive. Indem die Bank sich professionell mit der Abwicklung der Finanzprobleme beschäftigt, so die Zusicherung, entlastet sie den Menschen existenziell.

Niemand, der sich für Anlageformen entscheidet, ob festverzinsliche Wertpapiere oder hochspekulative Derivate, entschließt sich nur für eine bestimmte Renditeerwartung. Mit der Einstufung in eine Risikoklasse gibt er auch Auskünfte über seine Lebensängste. Im Gespräch mit dem Vermögensberater offenbart er den Wunsch, künftig freier zu sein, oder die Sorge, sich einschränken zu müssen. Geldfragen sind Daseinsfragen. Aber längst scheinen Finanzprodukte wie Marktgesetze so komplex zu sein, dass die Antworten uns überfordern. Was könnte es da Attraktiveres geben als das unverschämt einfache Angebot, nur zu leben. Es ist der Musterfall einer Aufforderung zu vertrauen.

Nicht alles wissen zu wollen, kann vernünftig sein. Es macht viele Entscheidungen leichter. Vielleicht ist Verlässlichkeit im Umgang miteinander das effiziente Verfahren schlechthin. „Der völlig Wissende braucht nicht zu vertrauen, der völlig Nichtwissende kann vernünftigerweise nicht einmal vertrauen.“ Was der Soziologe Georg Simmel als die Bindungskraft einer Gesellschaft erkundet, hat die Geldwirtschaft früh verstanden. Ohne das Vertrauen in die „Deckung“ der Münzen wären diese nie als Zahlungsmittel akzeptiert worden. Die reiche Bildwelt, welche die Rückseite der Scheine und des Hartgelds auffällig ziert, kündet von der monetären Beglaubigungsanstrengung. Wir setzen nur aufs Metall oder das Papier, weil Mächtigere seinen Wert garantieren, sei es die Queen als symbolische Personifikation der Beständigkeit auf dem englischen Pfund oder die amerikanische Notenbank unter Beschwörung höchster Vertrauenskompetenz auf der Dollar-Note – „in God we trust“. Es wundert daher nicht, dass etliche Vokabeln, die in der Finanzwelt Hausrecht besitzen, jener Sphäre entliehen sind, in der sonst nur Intimes ausgetauscht wird: Im „Kredit“ als Glaubensakt oder der „Treuhand“ wird der Zusammenhang am augenfälligsten.

wiwo.de
8.11.08 11:38


Die Hölle

Hölle ist die Bezeichnung für die in vielen Religionen herrschende Vorstellung von der jenseitigen Unterwelt als Ort oder Zustand der Qual und Aufenthaltsort der Dämonen, an den zur jeweiligen Religion Unbekehrte oder Übeltäter (die Bösen) nach ihrem Tode gelangen.

Gibt es die Hölle? Warum nicht? Aus welchem Grund solle es die Erde, den Mond (et cetera) geben und nicht die Hölle. Das einzige Argument ist, dass du die Erde, den Mond... siehst. Man kann nicht beweisen, dass die Hölle existiert aber auch nicht begläubigen, dass es Sie nicht gibt.

"Die Hölle auf Erden kann man aber nicht aus den Augen lassen"
8.11.08 13:39


Themen demnächst

eine Erkenntnistheorie, die nur das als richtig akzeptiert, was durch die eigene schrittweise Analyse und logische Reflexion als plausibel verifiziert wird,

eine Ethik, gemäß der das Individuum sich im Sinne bewährter gesellschaftlicher Konventionen pflichtbewusst und moralisch zu verhalten hat,

eine Metaphysik, die zwar (durch logischen Beweis) die Existenz eines vollkommenen Schöpfer-Gottes annimmt, aber kirchenartigen Institutionen wenig Raum lässt,
12.11.08 22:11


Die Metaphysik

Konkret bedeutet dies, dass die klassische Metaphysik „letzte Fragen“ verhandelt, beispielsweise: Gibt es einen letzten Sinn, warum die Welt überhaupt existiert? Und dafür, dass sie gerade so eingerichtet ist, wie sie es ist? Gibt es einen Gott und wenn ja, was können wir über ihn wissen? Was macht das Wesen des Menschen aus? Gibt es so etwas wie "Geistiges", insbesondere einen grundlegenden Unterschied zwischen Geist und Materie? Besitzt der Mensch eine unsterbliche Seele, verfügt er über einen Freien Willen? Verändert sich alles oder gibt es auch Dinge und Zusammenhänge, die bei allem Wechsel der Erscheinungen immer gleich bleiben?
12.11.08 22:20


Was ist Aufklärung?

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“

Immanuel Kant
17.11.08 21:52



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